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Vom Goldhamster zum Irish Terrier ….

 

In meiner Kindheit gab es Kaninchen, Goldhamster, Meerschweinchen … und meine Großmutter hatte Pudel, große und kleine. Das war alles nicht das, was ich wollte.

Ich wollte einen eigenen Hund, so ganz für mich. Bis dieser Traum wahr wurde, war ich dann schon 18. Obelix war ein kleiner schwarzer Papillon-Mischling, im Zug aus Paris nach Deutschland "geschmuggelt" - ein Geschenk französischer Freunde.

 

Meine Mutter war nicht begeistert. "Dein Vater wird dich den Hund zurückschicken lassen." Am nächsten morgen aber lag Obelix bei meinem Vater im Bett… Obelix kaute alles kaputt, was er finden konnte, lief ständig weg, besonders wenn läufige Hündinnen in der Nähe waren … und ist dabei leider auch tödlich verunglückt. Wir haben ihn alle sehr geliebt und lange getrauert – der Wunsch nach einem Hund ist geblieben.

Inzwischen sind viele Jahre vergangen, in denen andere Dinge Vorrang hatten: Familie, die Kinder, die Arbeit, das Leben mitten in der Stadt ... bis uns Axel begegnete, ein Irish Terrier Rüde, wunderschön, richtig rot und ein echter Charmeur. Axel lebt ihn Würzburg, begleitet sein Herrchen auf die Jagd, jagt gerne auch mal, wenn er es nicht soll und ist der kinder- und familienfreundlichste Terrier, der mir bis dahin je begegnet ist. Inzwischen kenne ich viele ;-))

 

So ein roter Hund sollte es sein, nicht zu groß, nicht zu klein, selbstbewusst und anschmiegsam, lustig und mutig, schnell wie der Teufel, sehr entspannt und unendlich flexibel. Wir haben eine Weile gesucht, mehrere Züchter mit vielen Fragen und Besuchen genervt und dann ist irgendwann Frida bei uns eingezogen. Frida hat eigentlich den schönen irischen Namen Orlagh, aber der Familienrat wollte einen frecheren Namen, und so wird sie Frida gerufen. Frida ist eine echte Prinzessin, manchmal aber auch ein Dickkopf. Sie ist perfekt auf die Pfeife konditioniert, aber manchmal hört sie sie irgendwie nicht... und wenn sie nicht aus dem Auto aussteigen möchten, dann bleibt sie drin. Ich kann die Tür wieder zu machen und gehen. Frida trifft einige Entscheidungen - aber nicht alle ;-). Wenn es drauf ankommt, weiß sie ganz genau, was von ihr erwartet wird.

 

Schon bald zeigte sich Frida auf Ausstellungen als würdige Vertreterin ihrer Rasse und in uns entstand der Wunsch, mit Frida zu züchten. Wir mussten und müssen noch viel lernen – zum Beispiel, dass Züchten nicht nur Wissen sondern auch sehr viel Geduld erfordert, weil der Weg dorthin lang ist. Aber wir sind schon mal losgegangen… Und auf diesem Weg haben wir bereits unzählige hilfsbereite und erfahrene Menschen kennengelernt, von denen wir lernen, die wir fragen und denen wir über die Schulter schauen dürfen – dabei sind nicht zuletzt auch wunderbare Freundschaften entstanden.

In erster Linie ist Frida aber ein Teil unserer Familie, Balsam für unsere Seele, immer und überall dabei, zu jedem Abenteuer bereit, sehr zurückhaltend, wenn hier mal was anderes Vorrang hat. Wenn sie eines Tages soweit ist, dann werden wir mit aller Sorgfalt einen Rüden suchen, der zu ihr passt - und mit viel Liebe und Engagement ihren Wurf großziehen. Das letzte Wort hat die Natur, und das möchte ich ihr lassen …

 

Danke an alle, die uns auf unserem Weg zur Zucht begleiten:

  • Paul, der mit Frida am liebsten auf dem Bett liegt und liest.
  • Laura, die nur noch gelegentlich zu Besuch kommt und sich von Frida doch jedesmal wieder so sehr um die Pfote wickeln lässt.
  • Ralph, der mit Frida abends auf dem Sofa kuschelt, unermüdlich mit auf Ausstellungen fährt, vergessene Impfpässe, Ahnentafeln und Meldebestätigungen holt, Trimmtische und Pavillons schleppt, Internetseiten und Blogs für Frida baut (und Frida morgens unter der Bettdecke versteckt).
  • Stefanie, immer mit Frida on Tour, im Wald, beim Mantrailing, auf Ausstellungen, in Restaurants, bei Open-Air-Konzerten, bei Freunden oder einfach im Büro.