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Oktober 2015 - Dílis unterwegs im Kanu auf dem Allier

Dílis' Zweibeiner machen regelmäßig Kanu-Urlaub in Frankreich. Natürlich ist die kleine Dílis immer dabei. Und wir haben herrliche Fotos und einen tollen Bericht bekommen... Ganz lieben Dank an Iris und Peter!
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Liebe KENAVOs

wir sind leider wieder zuhause, gerne wäre ich noch länger am Allier geblieben. Mir gefällt es soooo sehr, auf dem Fluss unterwegs zu sein und wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter. Jeden Tag war Badewetter und ich bin viel geschwommen. Meine Fährentechnik ist nun viel besser und ich verpasse keinen Frisbee im strömenden Wasser. Netterweise haben Zweibeiners ausser dem Wasserfrisbee auch meinen Bademantel mitgenommen, so habe ich dann nicht kalt am Abend. Nachts wurde es nämlich sehr kalt - aber so richtig schön zum kuscheln ;-). Manchmal ist es mir gelungen mich unter den Schlafsack zu schleichen, und weil es knapp am gefrieren war, wurde ich nicht mal raus komplementiert.

Am Morgen warte ich an einem gemütlichen Plätzchen bis der Nebel weg ist und es schön warm wird. Die Leine kam nur beim Umtragen des Blockwehrs unter der Straßenbrücke zum Einsatz, aber das Warten beim Kanu hat sich gelohnt: Zweibeiners haben Hundewürstli und Geisschäsli (Ziegenkäse) gekauft(und Bier, aber das mag ich gar nicht).

Ich finde das Zeltleben wirklich sehr spannend. Ich verpasse selten etwas und darf den ganzen Tag frei herum rennen und machen was ich will. Auf den Kiesbänken gibt es immer ganz viel zu erschnüffeln und im Sand geht das Graben ganz leicht. Ich besuche auch oft alle vom Paddelrudel und inspiziere ihr Lager und ihre Küche und oft spielt dann jemand mit mir oder knuddelt mich ein Weilchen. Ich finde auch immer ein bequemes Plätzchen zum hinlegen und wenn es mal keinen „Teppich“ auf dem Kies gibt, buddle ich mir eine Kuhle im Sand.

Weil ich die ideale Grösse fürs Kanu habe und nun so gut schwimmen kann, durfe ich ab dem zweiten Tag oben auf dem Gepäck Platz nehmen. Zweibeiners haben oft extra gewackelt um mich zu ärgern, aber so leicht bringt man mich nicht aus dem Gleichgewicht. Ich war auch ganz brav und bin nie aus dem Boot gehupft, wenn es mir nicht erlaubt wurde. Meiner Meinung nach gehört der Ausguck wirklich auf den höchsten Platz. Vorne im Bug ist die Aussicht nämlich nicht so gut und ich muss ja immer auf alle aufpassen und Verdächtiges melden. Ich sorge nämlich dafür, dass uns keine verdächtigen Subjekte zu nahe kommen oder jemand verloren geht. Diesen Job habe ich auch am Ufer und da ist das manchmal recht anstrengend. Alle Zweibeiner des Paddelrudels laufen immer irgendwo im Gestrüpp herum! Und dann gibt es noch die Wildschweine und andere Vierbeiner die vor allem nachts unterwegs sind. Ich habe bei Bedarf mächtig das Fell aufgestellt und Stellung bezogen in der Dämmerung. In der Nacht im Zelt habe ich bedrohlich tief geknurrt. Zweibeiners meinten, das sei abschreckend genug für Wildschweine und wollten nicht mit mir hinaus. Sie erklärten mir auch bei jeder Meldung, dass wieder jemand aus einem Zelt gekrochen ist, ich müsse mich nicht darum kümmern, die würden allein wieder zurückfinden. Ich habe dann nur noch dezent Wuff gemacht: nicht dass die glauben ich würde nicht aufpassen.

Ich glaub Zweibeiners sind ganz zufrieden mit mir. Nur die Sache mit dem Wienerli war etwas peinlich. Ich passe ja wie gesagt immer auf unser Zelt auf und da war ich nun ganz alleine, Zweibeiners waren irgendwas holen gegangen. Neben der Feuerstelle war genau auf meiner Nasenhöhe ein Topf Suppe mit 2 Paar Wienerli. Gerochen hat das unwiderstehlich und so habe ich ein Paar Wienerli verdrückt. Als ich zum zweiten Gang eifrig Suppe schlabberte, kamen Zweibeiners zurück. Ich habe harmlos drein geschaut und mir lieb den Bart geleckt. Mir schwante ja schon, dass die Riesenportion nicht nur für mich gedacht war...

Zum Glück haben sie nur gegrinst und für sich die Suppe warm gemacht. Erst als sie dann essen wollten, merkten sie, dass ein Paar Wienerli weg war. Ich habe einige vorwurfsvolle Blicke bekommen und nach einem Kontrollgriff auf meinen vollen Bauch dann keinen Znacht (Abendessen) und auch kein Geisschäsli zum Dessert mehr gekriegt.

Am Ende der Tour hat es dann beim Warten auf die Chauffeure und die Autos zu regnen angefangen. Alle standen 2 Stunden im Regen herum. Ich bin froh dass wir Irish Terrier wirklich die passende Grösse fürs Kanu habe und habe als einzige zufrieden und bequem im Trockenen gewartet… unterm Kanu. Ich freue mich schon auf das nächste Kanuabenteuer!

Eure Dílis

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Dílis ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie vielseitig unsere Irish Terrie sind. Flexibel passen sie sich an unser Leben an. Sportlich sind sie sowieso - und Dílis hat großes Glück, dass sie so viel ausprobieren darf.
 

Juni 2014 - Dílis, ein abenteuerlustiges Irish Terrier Mädchen

Erst jetzt kommen wir dazu, den neuesten Bericht und viele aktuelle Fotos von unserer kleinen Schweizerin zu veröffentlichen. Wir bedanken uns ganz herzlich und wünschen allen treuen KENAVO Lesern viel Spaß!
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Liebe KENAVOs,

Ihr denkt wohl ich hätte Euch vergessen, oder ich sei seit meinem Schneetauglichkeitsbericht von Ende Dezember irgendwo im Schnee verschollenen.

Keine Angst, mir geht es sehr gut und ich habe viel erlebt inzwischen. Traurig war ich nur, dass Dille nicht mehr da ist. Ich habe mich an dem Tag ganz fest an Zweibeiners gekuschelt und dann kam Euer trauriges Mail.

Weiterlesen: Neues von Dílis, unserer kleinen Schweizerin

6. Februar 2014 - Sind Irish Terrier schneetauglich?

Hurra... wir haben wieder Post von unserer kleinen Schweizerin. Nun ist sie endgültig "eingebürgert": sie hat auch den ultimativen Schneetauglichkeitstest bestanden!
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Liebe KENAVOs,

meine Zweibeiner haben mir ja dauernd von Winterwanderungen erzählt und mit mir schon als Baby Pulloveranziehen und so geübt und gesagt ich müsse für den Schnee noch etwas fitter werden.
Ich habe mich dann die ganze Zeit gewunder,t denn der Schnee den ich bis jetzt gefunden habe, war gar nicht anstrengend und ich wurde gar nicht nass und hatte auch nie kalt. Es war zwar alles mehr oder weniger weiss und alle Gerüche waren viel intensiver. Ich bin mit der Nase aber schon bald auf Grund gestossen. Meinen neuen Wintermantel habe ich so gar nicht testen können und gedacht dass die wieder mal völlig übertrieben haben.

Meine Zweibeiners sagten mir vor ein paar Tagen, wir würden jetzt aber ernsthaft üben gehen, denn es habe endlich bis in die Voralpen richtig geschneit. Sie haben so komisches Zeug - Schneeschuhe nannten sie es - eingepackt und auch den Wintermantel für mich in den Rucksack gestopft und sind mit mir losgefahren. Als ich endlich aussteigen durfte hat es mir sehr gut gefallen: Alles sah ganz fest weiss und spannend aus. 

Ich musste dann aber warten bis Zweibeiners diese Schneeschuhe = komische Pfotenvergrösserungen montiert haben, dann bin ich losgesaust.
Ich war schon erstaunt, dass ich kurz nach dem Parkplatz plötzlich bis über die Ohren im Schnee verschwunden bin. Ich habe mir aber nichts anmerken lassen und mich raus gewühlt und bin tapfer weiter gerannt. Ich habe schnell gemerkt dass man im Tiefschnee tatsächlich einfach einsinkt, wenn man nicht aufpasst und dass man trotz allem Graben nicht zur Maus runter kommt und dass bergauf pflügen viel anstrengender als runter hopsen ist. Ich hab dann etwas besser geschaut wie das Gelände aussieht und ich habe auch bald gemerkt, dass mein voraus rennen und die Überholmanöver doch etwas zu mühsam wurden. Ich bin dann ganz brav in gebührendem Abstand zu den komischen Schneeschuhen zwischen meinen Zweibeibern auf der Spur marschiert. Ich bin dabei immer schön von einem Pfotenvergrösserungsabruck in den nächsten auf die andere Seite der Spur gehopst. Zweibeiners lobten mich sehr dafür und wollten wir begreiflich machen, dass dieses Seitenwechseln zuhinterst gar nicht nötig wäre.
Aber ehrlich man hat ja als Hund so seinen Stolz: Schlusslicht spielen?

Ich wurde dann auch etwas nass, denn der Neuschnee war eher nass und klebte an meinem neuen Abenteurgstältli das sich somit nicht als wintertauglich erwiesen hat. Ich hatte deshalb gar nicht soviel dagegen den Wintermantel zu testen. Ich konnte es nämlich doch nicht lassen jedem Schneebällchen, das von der Spur runter rollte nachzuhechten. Und manchmal habe ich auch eine Abkürzung genommen. Der blöde Schneefangtrichter um den Hals hat meine Zweibeinerin für den nächsten Ausflug schon tiefschneetauglich gemacht. Sonst störte mich der Mantel beim Tiefschneeschwimmen und Hopsen gar nicht. Bei der Heimfahrt im Auto war ich dann wirklich froh um den schön warmen Mantel und bin darin hundemüde sofort eingeschlafen.

Zuhause gab es dann einen feinen Zvieri. Ich habe nämlich gemerkt, dass die feinen Maiswaffeln mit Schabziger zu einer Delikatesse werden. Ich habe mich nach dem ersten Wiff Schabziger in meiner Nase geweigert Waffeln ohne Ziger zu verspeisen. Zweibeiners waren mit meiner Schneetauglichkeit so zufrieden dass ich sie sofort soweit gebracht habe mir meine Waffeln auch zu beschmieren.

Hier gibts alle Bilder vom Schneetauglichkeitstest...

 

In der Nacht wurde es mir dann aber etwas unheimlich, meine Hinterbeine fühlten sich so komisch warm und schmerzend an und ich bin verwirrt zu Zweibeiners die Treppe hoch gestiegen und habe versucht ins Bett zu springen- Aua!
Netterweise durfte ich ausnahmsweise etwas kuscheln, bevor ich wieder runter gebracht wurde. Am nächsten Morgen in der Hundeschule bei der Objektsuche stellten dann Zweibeiners fest, dass ich sehr Mühe hatte mit „Sitz“. Sie haben Muskelkater diagnostiziert und mir erklärt dass vergehe schnell wieder. War zum Glück auch so. Das mit dem „Sitz“ ist ja nicht so schlimm, aber ich hopse und klettere doch so gern!

Ich gebe also zu, die hatten mit dem Schnee ausnahmsweise einmal recht und man muss für den Winter tatsächlich recht fit sein.
Aber wir Irish Terrier sind ja tough. Überhaupt sind wir bestes geeignet für Schnee. Der klebt bei unserem Fell nur am Gesicht und dank unserer Postur habe ich (fast) immer oben aus dem Schnee rausschauen können. Mit grossen Hasensprüngen die wir ja so gut können kommt man auch im Tiefschnee vorwärts. Ich freue mich schon auf den geplanten Ausflug in die richtigen Berge. Das wird sicher super spannend.

Eure wintertaugliche Dílis

PS: Zweibeiners haben mir gesagt, dass ich nicht Cousins sondern 2/3 oder 3/4 ? Geschwister kriege. Ich freue mich sehr und hoffe, die kennenlernen zu dürfen. Ganz besonders liebe Grüsse an Tante Frida.

Wieder ein toller Bericht aus dem Leben eines glücklichen Irish Terriers. Ganz lieben Dank dafür, Iris und Peter!

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5. Januar 2014 - Macht Dílis auch mal Pause?

Wir haben wieder einen tollen Bericht von unserer kleinen Dílis bekommen. Und wir sind begeistert, wie unternehmungslustig und lerneifrig die junge Dame ist - und was sie schon alles kennengelernt hat. Sie hält ihre Familie ganz schön auf Trab - aber natürlich macht sie auch mal Pause ;-). Sie kann sich sogar richtig gut entspannen, wie wir unten lesen werden... Wir sind glücklich, dass Dílis es bei ihren Leuten so gut hat und ich bedanke mich bei Iris und Peter für den ausführlichen Bericht und die vielen tollen Beweisfotos! Viel Spaß beim Lesen und Schauen...
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30.12.2013

Liebe Freunde

Ich hoffe Ihr kennt mich noch, ich habe ja schon so lange nichts mehr von mir hören lassen. Ich bin selbst ganz erstaunt wie klein ich auf den Herbstfotos aussehe und erinnere mich wie froh ich gewesen bin endlich wieder ein vollständiges Gebiss zu haben.

Ich brauche zum Tippen halt die Hilfe meiner Zweibeiner und die waren so sehr beschäftigt in letzter Zeit, sagen irgendwas von Buchhaltung, aber sie haben gar kein Buch vor der Nase sondern sitzen vor dem Computer. Beides total langweilig !

Inzwischen habe ich mich, so wie wohl alle D-chen zum respektablen Hund entwickelt – wir sind ja schon mehr als 7 Monate alt!

Ich bin nach Weihnachten denn auch pünktlich läufig geworden und ich bin schon 12,4 kg schwer und 47 cm hoch und habe einen Brustumfang von 56 cm. Ich weiss das so genau, weil Zweibeiners heute nachgemessen haben wegen der Konfektionsgrösse. Sie meinten ich würde nun nicht mehr gross wachsen und es wäre an der Zeit mir für den Januar eine Wärmejacke zu besorgen, damit ich nicht friere, wenn ich wegen dem tiefen Schnee in den Bergen nicht dauernd herumrennen kann, sondern brav hinter den lahmen Zweibeinern laufen soll und warten wenn die stillstehen. Da ich nun ein respektabler Hund bin darf ich nämlich auf grösserer Exkursionen mit. Für die Ausflüge im Flachland habe ich eine Schwimmweste und eine wasserdichte Sturmjacke bekommen, damit ich auch im Kanu nicht schlottern muss.

Die Sturmjacke ist aber auch praktisch für den Abendspaziergang bei Vollregen. Ich werde nämlich nicht gern nass vor dem ins Bett gehen. Ich rase im Haus hin und her und verkrieche mich dann unter meinem Kuschelkissen und stecke nur den Kopf hinaus.

Mit 6 Monaten habe ich die obligatorische Schulzeit hinter mich gebracht und gehe seitdem nicht mehr in den Jungehundekurs, sondern mit ausgewachsenen Hunden in den Familienhundekurs. Ich bin wie überall die Jüngste aber ich habe ja immer meinen Ohrenbonus. Die Erwachsenen können mir auch nichts mehr vormachen und sie behandeln mich nun als Ihresgleichen. Ich bin sogar schon fast so schnell wie meine Freundin Lulu, die in der Hundeschule immer alle abgehängt und in der Seeanlage komme ich inzwischen einigermassen meinem Freund dem Irish Setter hinterher. Zweibeiners sagen sie hören mein Frustjapsen immer seltener und müssen besser hinsehen wo ich gerade hinterher rase.

Als nun fast erwachsener Hund, muss ich mich natürlich auch als solcher benehmen und das ist manchmal anstrengend vor allem wenn meine Hundefreunde da sind. Ich spiele doch so gern mit ihnen und turne rum. Ich bin aber schon ganz brav und warte an der Leine vor der Bäckerei und bleibe sogar sitzen bis der Frisbee endlich losgeschossen wird. Fangen kann ich ihn auch schon ganz gut, nicht wie am Anfang. Die Fresshäppchen die in meine Richtung fliegen erwische ich schon längst alle.

Ihr fragt Euch wahrscheinlich was ich denn in der obligatorischen Grundschule ausser warten gelernt habe. Also neben dem übliche Hunde ABC bin ich Bus gefahren, ins Restaurant gegangen und ich habe viele Begegnungen mit den merkwürdigsten Hunden (Bassets) und Menschen (Weihnachtsmänner mit Batterie-Wackelhut) geübt. Ich habe sogar Maulkorbtraining gemacht, nicht nur weil wir Irish Terriers im Kanton Zürich zu den grossen und massigen und deshalb gefährlichen Hunden zählen, sondern weil wir Hunde in den Nachbarländern ohne dem Ding nicht ÖV fahren dürfen. Ich hoffe für Euch dass dies in Deutschland nicht so ist.

Seit ich mich das letzte mal gemeldet habe, habe ich viel erlebt. Vor dem Wintereinbruch bin ich noch mal Paddeln gegangen und ich war im Oktober auch nochmals in den Bergen zum holzen und ich habe beim Putzen des Wassergrabens geholfen und viele Ästchen heraus geangelt. Ich habe eine Gämse vor dem Haus erblickt, ich beobachte ja immer wachsam die Umgebung. Zweibeiners haben sie natürlich erst gesehen weil ich einmal tief geknurrt habe. Blöd, so haben sie mich sofort zurückgepfiffen, als ich hinrennen wollte. Danach haben Sie mich in der Dämmerung angebunden, dabei hätte ich sicher wieder nach Hause gefunden. Naja Zweibeiners sind halt so, da ist nichts zu machen.

Aber trotzdem ist es in den Bergen sehr spannend. Ich habe dort auch viel über das Wetter gelernt. Der Föhnsturm ist warm und man kann die Nase so schön in die Luft halten und Italien erschnuppern. Dabei flattern die Ohren dann nach hinten - Wittern und Lauschen geht also nicht gleichzeitig. Als es dann nicht mehr gewindet hat wurde es kalt und auf einmal hat es so nasse weisse Flocken gegeben die auf meinem Pelz kleben blieben. Ich wurde dann ein Weilchen Bambi gerufen. Ich habe die ja im Tierpark gesehen, aber ich steh ja nicht dauern so blöd in der Wiese rum wie dies Damhirsche, sondern pass immer überall auf.

Ich habe inzwischen gelernt, dass das weisse Zeug Schnee ist. Wenn es mehr davon hat, kann man herrlich darin herumschnüffeln, alles riecht viel intensiver. Und die Zweibeiner machen Schneebälle, denen ich dann nachsetzen kann. Allerdings konnte ich bei dem Schnee meinen Knochen nur sehr behelfsmässig zwischen die Steine der Trockenmauer stecken, verbuddeln ging gar nicht mehr - alles war gefroren. Ich habe dafür gemerkt, dass Eis sehr lecker ist. Wenn ich im kleinen Sumpf im Garten die Eisschicht durchbrechen kann, ist es darunter schön matschig moorig und das Eisstück schmeckt herrlich danach. Komischerweise verbieten mir meine Zweibeiner diese Delikatesse heimzubringen und genüsslich im Hundebett zu zu schlecken. Überhaupt tun die saublöd und nennen mich dann Moorsäuli. Dabei sahen die beim Wassergraben putzen in den Bergen schwärzer aus als ich. Aber nun nehmen mir diese Spielverderber nicht nur meine Trophäen weg, sondern rennen mit einem widerlichen Lappen hinter mir her um meinen Bart und die Pfoten zu putzen. Dabei hab ich schon oft zugesehen wie sie ein Glacestängeli lutschen und dann auch schwarz verschmiert sind. Ich sorge natürlich ganz gut selbst für meine Sauberkeit und ich bade meine Pfoten mindestens jeden Abend imSee und auch mal unterwegs auf dem Spaziergang. Wenn ich mal nass werde, rubbeln mich meine Zweibeiner ab oder setzen mit meinem Bademantel ins Auto, dass lass ich über mich ergehen, aber dieses Bartputzen ist einfach ekelhaft. Und dann drohen sie auch noch mit der Dusche für Pfoten und Bauch!

Wir machen immer noch lange Spaziergänge im Wald. Im Herbst gab es Blätter zum jagen und ich habe Bucherker und Eicheln im Laub gesucht und viele gefressen. Danach gab es Schnee und Eis zum spielen und fressen und nun hat es wieder viel Matsch und nur hie und da einen Eiswürfel in einer Pfütze. Ich mag auch den Vitaparcours, da kann ich über die Balken hopsen und dann hat es auch einen Waldlehrpfad mit verschieden Untergründen, die Runde mach ich auch immer. Ab und zu kommen wir auch bei den Wollschweinen vorbei, die kleinen mit den Streifen sind nett, die grossen stinken und da bin ich sehr vorsichtig.Auch Rinder egal welcher Art sind mir immer noch nicht geheuer. Manchmal treffen wir auch wilde Tiere, wie Reiher und so. Vögel interessieren mich aber eh nicht, ich hab schon lang gemerkt dass die schneller fliegen als ich rennen kann und das Reh habe ich vor lauter Frisbee suchen leider verpasst. Im Wald muss ich nämlich immer fest aufpassen, meine Zweibeiner sind so unbegabt, sie verirren sich dauern und ich muss sie dann alle suchen. Ausserdem werfen sie immer noch alles weg oder verlieren es und ich muss es dann suchen und bringen. Ich denke ohne mich wären die total aufgeschmissen. Zweibeiners behaupten aber, sie tun dies absichtlich, damit ich üben kann. Wer's glaubt!

Ich habe jedenfalls vor im Sommer Weiterbildungskurse zu besuchen damit sich meine Zweibeiner nicht noch total verlaufen. Ich übe bereits Sanihund dazu habe schon einen Bringsel bekommen. Wenn ich den apportieren kann, darf ich in den Plausch-Sanihundekurs mit meinem Hundefreunden aus der Hundeschule.

Zweibeiners meinten ich könnte mir ja auch mein Futter selber verdienen wenn ich gross bin und nächstes Jahr Trüffel suchen lernen. Ich habe von einer Freundin einen Trüffel gekriegt und suche den nun überall im Haus. Zweibeiners verstecken ihn brav für mich und geben mir immer ein Leckerli wenn ich ihn bringe.

Ich finde eigentlich, ich tue schon ganz viel als Familienhund und verdiene mein Fressen. Ich habe nun auch einen neuen Nebenjob, ich bin nämlich erster Probeclient für die neue Tiertherapie meiner Zweibeiner. Das ist echt super, ich darf auf dem Tisch bequem auf einer Matratze liegen und werde mit total entspannenden Programmen verwöhnt. Ich kann mich kaum zurückhalten auf den Behandlungstisch zu springen, wenn die anfangen. Runter will ich dann am Ende auch nicht so rasch, ich muss mich nach dieser Tiefentspannung zuerst wieder umstellen. Während ich mich also sammle, werde ich dann immer gelobt und gestreichelt und Alle sagen mein Fell fühle sich nach der Behandlung viel weicher an als vorher. Ich fühle mich auf alle Fälle hundewohl in meinem Fell und bin total zufrieden. Ich habe auch schon gute Erfahrungen mit all den Produkten meiner Zweibeiner gemacht. Alle Zecken, Schrammen und Kratzer sind sofort geheilt und das Zeug schmeckt erst noch gut. Ich habe es schon meinen Hundekollegen empfohlen und meinen ängstlichen Freunden samt gestressten Zweibeinern jetzt auch Tröpfchen für den Silvester gegeben.

Bei meinem beiden Zweibeinern ist allein der Familienhundejob schon ganz anstrengend. Sie müssen dauernd daran erinnert werden, dass Spazier-, Spiel- oder Schmusezeit ist und ich bin wie gesagt zuständig für all das Suchen und Bringen. Ich schau auch dazu, dass sich Alle Zweibeiner auf den Spaziergängen nicht verlaufen, eifrig bewegen und fit bleiben und dass in der Paddelpause niemand bewegungslos rumsteht und friert. Zudem überwache ich alle Kochvorgänge zuhause und in der Schulküche und wenn immer möglich versuche ich selbstlos alles vorzukosten, damit sich niemand eine Magenverstauchung holt. Am anstrengendsten ist meine Aufgabe als Wachhund und Begrüssungskomitee. Ich muss immer sofort als erste an der Türe sein und melden wenn jemand kommt. Bekannte und alle Pöstler begrüsse ich dann überschwänglich, sonst müssten die immer so lang rumstehen bis Zweibeiners endlich an der Türe sind. Fremde inspiziere ich ob sie sympathisch sind und ich gebe dann meine Meinung weiter. Eifacher ist die Aufgabe wenn ich vore der Türe in der Wintersonne liege. Und dann ist da diese unausstehliche Katze, die immer ums Haus schleicht. Manchmal schaffe ich es sie auf den Baum zu jagen, meist entwischt sie mir aber über den Haag. Zweibeiners finden das Viech auch unausstehlich, aber sie sind nicht so fürs Jagen. Kein Wunder die haben eh keine Chance.

Zugegeben bin ich mit der Gartenarbeit etwas fauler geworden, es gibt im Winter weniger Arbeit. Mäusekontrolle und Grabarbeiten fallen wegen Frost aus und zu ernten gabs im Herbst nur noch die letzten faden Himbeeren.Das Ästchen schreddern macht in der Stube weniger Spass als draussen und neue machen Zweibeiners auch nicht. Dafür habe sie einen ganzen Baum in die Stube geschleppt. Wir waren extra beim Bauern und haben einen ausgesucht, das war echt spannend. Ich habe dann die abgeschnittenen Ästchen brav geschreddert. Den Baum überlass ich aber Zweibeiners, die haben mir erklärt dass es ein Christbaum ist und nicht zum schreddern da ist. Dafür habe ich ein Schaf als Weihnachtsgeschenk gekriegt.

Ich wünsche Euch allen ein ganz schönes neues Jahr.

Und ich wünsche meiner Tante Frida viel Glück bei der Familienvergrösserung, ich freue mich schon auf neue Cousins.

Eure Dílis

Und hier nun die neuen Beweisfotos zu Dìlis' ausführlichem Bericht.

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21. Oktober 2013 - Ein kleine Wasserratte schickt Beweisfotos für Dr. Higgins

LIeber Dr. Higgins,

hier spricht mal wieder deine Schwester Dílis. Ich hab ein paar Beweisfotos von meinen Wasserausflügen. Vielleicht kann ich dich ja doch anstecken? Mir macht es jedenfalls riesigen Spaß weiter als bis zur Wolfskralle ins Wasser zu hüpfen... Auch dass das Wasser langsam kälter wird, schreckt mich nicht.

(Allerdings macht der Anblick von schwimmenden Zweibeinern die kleine Dílis doch recht fassungslos...berichtet Dílis Frauchen ;-))

Bis bald

Deine Wasserratte Dílis

P.S. Es gab auch ein peinliches Bad: Wollte von oben in eine spannende Bachröhre gucken - und bin dann in den Rückstau des Bächleins geplumpst. Frauchen hatte zum Glück keinen Fotoapparat dabei....Ich hab's aber nicht sehr tragisch genommen!

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Mehr Impressionen von Dílis Wasserausflügen gibt es hier links. Wir bedanken uns bei Iris und Peter und freuen uns, dass Dílis so viel Spaß hat!


 
 

8. Oktober 2013 - Leberwurst, Roquefort und Oliven...

Die kleine Dílis ist nun schon in der Junghundegruppe und zum echten irischen Feinschmecker geworden. Was sie sonst noch alles in den letzten Wochen erlebt hat, steht im aktuellen Bericht. Wir haben wieder schmunzeln müssen und wünschen allen KENAVO-Freunden viel Spaß beim Lesen. Beweisfotos gibt es natürlich auch wieder ganz viele!
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                                                                                                                    28.09.2013

Hallo liebe Zwei-und Vierbeiner

Wir D-chen sind ja nun alle ernstzunehmende Junghunde geworden und wir müssen wohl alle in die Schule gehen. Eigentlich lerne ich ganz gern, solange es nicht langweilig wird, aber eben manchmal ist es mir sehr schnell langweilig und mir wird die Überei bald zu blöd. Merkwürdigerweise haben andere Hunde scheinbar viel mehr Geduld?
Natürlich gehe ich nicht dauernd in die Schule seit ich Junghund bin. Ich geniesse das Leben, bleibe gelassen und ich spiele immer noch viel am See.

Um das Zahnen erträglicher zu machen habe ich einen riesigen Kuschelknochen gekriegt, den schleppe ich nun im ganzen Haus herum. Der ist super zum spielen und zum schlafen und wenn ich reinbeisse vergess ich das Zahnen.

Ich gehe mit meinen Zweibeinern in einen Erziehungskurs in dem wir Hunde auch viel spielen dürfen. Ich habe auch schon einiges von den erwachsenen Hunden abgeguckt und gelernt. Ich akzeptiere inzwischen auch, dass ältere Hunde nicht immer mit mir spielen wollen und ich ganz lieb mit den Ängstlichen und Kleinen sein muss.

Ausser spielen gibt es auch viel Üben und Turnen auf all den Hindernissen und zwischendurch heisst es immer wieder „Fuss“, „Bleib“ und so. Wir kriegen auch Hausaufgaben und ich übe nun immer ordentlich auf einer Seite gehen und am Trottoirrand absitzen – „Fuss“ eben. Absitzen und wieder loslaufen ist ja ganz OK, aber an einer kurzen Leine einfach an all den spannenden Schnüffelecken vorbeilaufen ist blöd. Zum Glück üben wir das immer nur ein paar Meter und dann krieg ich eine Belohnung. Um mich zu motivieren wurde Zweibeiners Leberwurst empfohlen. Ich habe das Zeugs gut gefunden und in einem unbemerkten Augenblick die Tube ergattert. Zweibeiners haben den Rest dann in eine Hundetube gerettet und streng rationiert fürs Üben. Schade!

Zusätzlich gehe ich in die obligatorische Hundeschule. Hier bei mir im Kanton Zürich gehören wir Irish Terrier zu den grossen und/oder massigen Hunden und so muss ich noch 5 Stunden mehr in die Schule als die kleinen. Die machen nur einen 5-stündigen praktischen Sachkundekurs.

Seit ich 16 Wochen alt bin gehe ich nun eben in diesen obligatorischen Junghunde-Praxiskurs mit meiner Zweibeinerin. Die ist nämlich meine offizielle Halterin. Das heisst wohl sie hält die Leine, aber das macht mein Zweibeiner auch und der darf nicht in den Kurs. Die Zweibeinerin kriegt dann einen Sachkundenachweis dafür dass ich brav bin. Mein Zweibeiner kriegt keinen Nachweis und auch ich kriege kein Diplom, obwohl ich ja alles tun soll. Irgendwie ist mir das zu kompliziert.

In der ersten Lektion musste ich allerdings rein gar nichts machen. Das heisst wir sollten die ganze Stunde still sitzen und einem Vortrag zuhören, puh wie langweilig! Zweibeiners erhielten einen Stuhl und auch noch Papiere zum lesen. Wir 6 Hunde sollten einfach unterm Tisch sitzen und zuhören.

Es war scheusslich kalt und meine Zweibeinerin hat mich dann vom kalten Betonboden auf den Schoss genommen. Dort hatte ich dann einen viel besseren Überblick und wurde auch von meinen Hundekollegen unter dem Tisch nicht mehr abgelenkt. Trotzdem, ich fand den Vortrag langweilig. Ich hatte gehofft einige Tipps zur Erziehung meiner Zweibeiner aufzuschnappen, aber da gab es nichts Neues zu erfahren. Ausserdem weiss ich doch schon längst dass ich ein lernbegabtes soziales Wesen bin und Konfliktmanagement beherrsche.
Nur die Klickerdemonstration hat mich völlig aufgeschreckt - meine Zweibeinerin auch – wir haben wohl beide nicht so gut aufgepasst. Ich gebe ja zu es war mir langweilig und so habe halt zum Fenster herausgeschaut und alle ausserordentlichen Vorkommnisse mittels Ohrenspitzen und ganz dezentem Fiep meiner Zweibeinerin mitgeteilt, dass Sie auch ja nichts verpasst. Ich habe es mir dabei richtig gemütlich gemacht: Bauch nach oben, alle Viere von mir gestreckt und den Hals lang gereckt Richtung Fenster.

Tja und darum haben dann alle gedacht ein Irish Terrier sei wohl ein Schosshund. Als wir Hunde dann nämlich endlich noch etwas spielen durften waren die Zweibeiner echt besorgt um mich. Ich bin natürlich sofort mit meinem Tischnachbarn losgerast und weil der etwa 3 x so gross wie ich ist, habe ich seine Breitseiten wie gelernt elegant abgerollt. Ich weiss inzwischen auch, dass meine Hakentechnik und mein Ausnutzen der Umgebung wie Verschwinden unter einem Spielgerät und Slalomlaufen um die Beine der herumstehenden Zweibeiner alle grossen Hunde aus dem Konzept bringt. Meine neue Spielkollegin ist dank Königspudelpostur aber viel wendiger als Labis oder Berner Sennenhunde und so habe ich das Austricksen ganz gern als kleine Pause genutzt und etwas Luft geholt. Ich bin ja auch die jüngste Teilnehmerin des Kurses. Wenn ich grösser bin habe ich dann sicher auch mehr Schnauf.

In der zweiten Stunde ging es dann auf die Wiese und wir Hunde sollten hinter Leckerchen herlaufen und an verschiedenen Orten Sitz machen. Auch nicht gerade spannend, fand ich. Nachdem ich einige Male demonstriert habe, dass ich Sitz kann, ist es mir wirklich verleidet. Einmal durften wir immerhin auf Abruf an einem Futternapf vorbeirasen. Alle anderen Hunde haben scheinbar gar nicht gemerkt, dass der leer war und liefen zu den vermeintlichen Leckerli statt zu ihrem Zweibeiner.

Ich glaub das liegt daran, dass andern Hunde in diesem Kurs alle dauernd Leckerli kriegen, die sie immer unglaublich schnell herunterschlucken. Ich habe die verschiedenen Leckerli-Döschen und Beutel natürlich gewittert. Die haben Cervelat, Käse und sonst spannende Sachen darin. Ich kriege beim Üben manchmal Trockenfutter aus dem Hosensack, ich mag das sehr gerne und kaue dass dann genüsslich. Vor allem werde ich aber immer ausgiebig gelobt und geknuddelt wenn ich etwas richtig mache. Das dauert halt dann etwas länger bis wir zur nächsten Übung parat sind. Macht ja nichts, meistens wird sowieso immer auf irgend was gewartet.

Ich glaube meine Zweibeinerin passt darum manchmal auch nicht so recht auf. Das letzte mal hätten wir die Schleppleine kennen lernen sollen und jeder von uns Vierbeinern kriegte eine angelegt. Diese Schulschleppleinen haben aber eine Schlaufe am Ende, und die hätte meine Zweibeinerin halten sollen, damit ich in 5m Distanz von Ihr spazieren gehen soll. Die hat das nicht kapiert und mich die Schleppleine alleine schleppen lassen. Ich versteh langsam warum die Zweibeiner einen Fähigkeitsausweis kriegen und nicht wir Vierbeiner.

Es hat sich aber in meinem Leben schon einiges geändert seit ich grösser bin:
Zweibeiners haben das Weidegitter im Garten entfernt und ich kann nun im ganzen Garten rumrasen . Sie haben dafür sogar den ganzen Hang gemäht. Ich finde die Wiese und den Garten im Herbst sehr spannend, es gib nämlich Fallobst. Äpfel fresse ich gerne, aber einmal habe ich einen Teil einer Birne gefressen, von der kriegte ich dann Dünnpfiff, die lass ich wohl lieber am Boden liegen. Es gibt auch Mandeln zum spielen, die kullern so schön rum, schmecken aber gar nicht. Zweibeiners sammeln die Kerne, mit denen kann man aber nicht recht spielen, ich weiss nicht was die damit machen. Im Gemüsebeet unten gibt es kleine rote Tomaten, die sind auch nicht schlecht. Wenn ich ganz sorgfältig draufbeisse spritzt es mir in die Schnauze. Nur bei den Trauben wird immer „Nein“ gebrüllt, die seien giftig sagen die dann. Zweibeiners und die Spatzen sehen aber ganz gesund aus?

Im grossen Garten gibt es auch Hecken und Gebüsch. Zweibeiners haben dort rumgesägt und ich habe nachher beim Aufräumen viel geholfen und Stecklein herumgetragen und fleissig geschreddert. Ich habe nun eine grosse Auswahl an schönen mundgerechten Stücken vor dem Haus. Die frischen Äste lassen sich nicht schreddern, die feuchten Weidenäste lassen sich super schälen und beknabbern. Zweibeiners meinten ich krieg bei meiner Aspirinkur garantiert keine Erkältung.

Kürzlich habe ich es geschafft die aufdringliche Katze zu verjagen. Die sass einfach stinkfrech in meiner schönen frisch gemähten Wiese und hat mich angeglotzt. Schön blöd, dort hab ich sie sofort durchs Fenster gesehen. Naja meine Zweibeinerin hat mir Rückendeckung gegeben, als ich wegen dem Eindringling unbedingt hinaus wollte, aber geknurrt habe ich ganz allein.

Sonst ignoriere ich alle Viecher brav, nur die frechen jungen Spatzen reizen mich manchmal zu einem kurzen Galopp. Letzthin wollte doch einer meinen harten Brotzipfel bepicken. Also ehrlich, das muss man sich doch von diesen fremden Viechern nicht bieten lassen.

Als Junghund habe ich nun ein schön gelbes Profi Apportierdummy, das nicht nass wird, ein schickes Sportgstältli und eine orangen Schleppleine. Mit dieser Ausrüstung erkunden wir nun ausgiebig den Wald: Bächlein, Schlamm, Löcher, Pilze, Baumstrünke... Ich untersuche alles und klettere auf die meisten Strünke am Weg. Ich habe ja schon im in Krefeld gelernt, dass man von der erhöhten Lage einen viel besseren Überblick hat. Und ich kann dann mit Zweibeiners besser kommunizieren – ich muss so beim Besprechen des weiteren Vorgehens nicht so weit hinauf schauen. Die Strünke sind hier manchmal recht schwierig zu erklettern, aber ich kann immer besser klettern und finde auch meist den versteckten Futterdummy oder das Trockenfuttermöckli, das Zweibeiners immer an schwierigeren Orten und immer höher oben verstecken.

Wegen den Schlammlöchern wurde ich das letzte Mal so dunkelbraun, dass ich die erste Dusche meines Lebens nehmen musste. Igitt, und das machen Zweibeiners freiwillig um schöner zu sein! Ich habe mich dann unter die Decke verkrochen und gewartet bis ich wieder trocken wurde. Sauber und trocken durfte ich dann so richtig den Fauteuil mit geniessen und kuscheln.
Ich fand mich nach der Dusche allerdings nicht schöner als vorher. Aber Schönheit ist sowieso so etwas komisches. Als ich klein war habe ich die Ohren der Schönheit willen geklebt getragen, das hat mich total genervt. Nun trage ich die Ohren offen und kann meine Ohren super in alle Richtungen drehen. Meine Zweibeiner reden von Radarschüsseln und meinen ich sei ein Flaggentelegraph. Von den andern Zweibeinern kriege ich überall Komplimente wegen diesen herzigen Ohren. Im Tierladen verdiene ich mir damit Leckerli und im Erziehungskurs kriege ich sogar Ohrenbonus bei den Übungen. So kann ich mit den Erwachsene mithalten ;-)

Ich lernte inzwischen auch kulinarisch einiges dazu. Ihr wisst ja mein Reich ist die Küche und damit Zweibeiners dort kochen können bekomme ich als Abgabe alles was dabei auf den Boden fällt. Und so degustiere ich fast Alles was die so essen. Zweibeiners sagen ich sei eine richtige „fine bouche“ (oder fin nez) und wohl gar kein rechter Ire sonder eher ein französischer Terrier. Ich liebe nämlich Roquefort über alles, mag schwarze Oliven, Crème fraiche, Trockenschinken und _Wurst und Knoblauch krieg ich sowieso immer in meinem Futter. Dazu verschmähe ich auch einen Tropfen (auf dem Boden) Rotwein nicht und beschnüffle und beknabbere immer die Weinzapfen unter der Sitzbank. Das alkoholfrei Bier, das Zweibeiners mir offerierten mag ich hingegen gar nicht - es war allerdings kein Guinness.

Der grosse geöffnete Garten und die Erkundungsgänge im Wald trösten mich etwas über die vermasselten Ferien hinweg. Zweibeiners haben mir nämlich versprochen nach Frankreich zum Zelten und Kanufahren zu gehen. Wir haben auch fleissig paddeln geübt. Ich weiss inzwischen, dass die das ganz gut können und konzentriere mich locker auf die Aussicht. Und ich habe extra dieses doofe Hello Kitty Pijama anprobiert. Das Ding sollte für die kalten Zeltnächte dienen, falls ich mal nass werden sollte. Nicht etwa, dass ich ins Wasser fallen könnte, ich bin da sehr vorsichtig beim ein- und aussteigen ins Kanu, aber es könnte ja regnen.

Und nach all dem haben die doch tatsächlich die Tollwutimpfung verpasst. Komischerweise müssen wir Hunde nämlich 20 Tage vor der Einreise in die EU geimpft werden. Zweibeiners haben das verlauert, denn hier bei uns in der Schweiz muss kein Hund geimpft werden, wir sind tollwutfrei. So geht es erst im nächsten Frühling zum Paddeln in den Süden. Schade ich habe mich schon gefreut, wegen dem Roquefort uns so. Den kann man auch mit Zahnlücken prima essen :-)

Ganz liebe Grüsse von Eurer zufriedenen Dílis

Und hier nun die neuen Beweisfotos zu Dìlis' ausfürhlichem Bericht.

Liebe Iris, lieber Peter, Ihr seid echt fleißig. Wir freuen uns sehr mit euch über eure abenteuerlustige und zufriedene kleine Dílis - und wir haben den Eindruck, dass Ihr auch sehr zufrieden seid ;-)

Danke für den neuen tollen Bericht!

 

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21. August 2013 - Irischer Terrier oder Schweizer Bergziege?

Sie hat es ja versprochen, die kleine Dílis: Und schon sind sie da, die wunderschönen Fotos von ihren Ausflügen in die Berge. Und ihr Bericht ist wieder richtig spannend. Wir haben uns riesig gefreut darüber und wünschen wieder viel Spaß beim Lesen und Gucken...
Alp 01
4. 9.2013
Hallo liebe Zwei-und Vierbeiner,
vor ein Paar Tagen habe ich meine erste Steuerrechnung gekriegt, ich bin nun also ein vollwertiger Einwohner, weder ein Baby noch ein halber Hund! Dr. Higgins hat da völlig recht sich zu wehren (Higgi-Baby.... Hi, hi...).
Zweibeiners haben mir die Berichte der anderen D-chen vorgelesen. Ich seh schon, Ihr habt alle ähnliche Probleme und Abenteuer. Meine Zweibeiner sind echt stur und so konnte ich meine Barfuss-Initiative leider nicht durchbringen. Hier geht die Demokratie nämlich pro Kopf und nicht pro Pfote. Ausserdem wurde es echt eng in meinem Plätzchen, die haben sehr viele Schuhe.
Auch ich habe inzwischen viel erlebt, das Schlimmste war ein Elektroschock bei einem Widschweinhaag (Zaun) um ein Maisfeld. Echt fies so was!! Ich warne Euch alle! Meidet diese gelben Bänder, vorallem als Terriers, mit der Rute stets oben (Herrchen hat nachher so etwas wie „Stromabnehmer einziehen“gesagt). Ich habe etwas Herzrasen gekriegt und meine Verdauung geriet wegen dem Schock durcheinander, aber ich hab das Erlebnis gut weggesteckt.
Dann hatten Zweibeiners auch einen Wochenkurs hier und es waren 6 Leute zu Besuch. Alle haben mit mir gespielt und mir Komplimente gemacht, das liess mich den Schreck auch schnell vergessen. Komplimente verstehe ich nämlich auch auf französisch und italienisch. Auch Deutsche waren dabei, ich hab fast ein wenig Heimweh gekriegt, als ich sie reden hörte. (Das hört die Ziehmama gern ;-) Aber so bin gar nicht dazu gekommen den versprochenen Bericht zu schreiben. Jetzt aber:
Bergterrier und Rinderohren
Also ich wohne, wie Ihr wisst am Zürichsee und bin also eine Unterländerin. Zweibeiners sagten, das müsse dringend korrigiert werden und es sei höchste Zeit, etwas Bergluft zu schnuppern und der Verwandtschaft vorgestellt zu werden. Gegen Ende der Autofahrt merkte ich, dass etwas anders war als sonst. Ich musste nämlich mehrmals laut gähnen, weil ich so einen eigenartigen Druck in den Ohren hatte. Zweibeiners meinten dann, das hätte mit der Höhe zu tun. Wir sind schliesslich nach vielen Kurven aus dem Auto ausgestiegen und ich hab sofort gemerkt, dass Bergluft viel toller ist: Geruch nach Tannenwäldern, Heu und Blumenwiesen und nach komischen Tieren und auch nach Fressbarem. Wir waren nämlich im Bergbeizli bei der Verwandtschaft meiner Zweibeiner und die haben neben einer Küche im Maiensäss und auch viele Esel nebenan.
Nachdem ich mich vorgestellt habe und die gebührenden Streicheleinheiten bezogen habe sind wir dann gestartet.
Hier gibt es riesige Maulwurfshügel, die wirklich zum Graben einladen. Aber Zweibeiners packten Rucksäcke aus und wollten losmarschiern. Ich habe die Rucksäcke inspiziert und festgestellt, das sie voll sind – ich also nicht etwa eingepackt werde. Und oben drauf hatte es eine tolle riesige Kuscheldecke extra für mich!
Der Marsch über die stotzige Kuhweide war recht anstrengend. Vor den Kühen habe ich schon Respekt, die sind riesig und machen mit den Glocken einen beängstigenden Lärm, wenn sie so nah bei mir sind. (Aber Dìlis, erinnerst du dich nicht an die Kuhglocke, die die Ziehmama schon in Krefeld für diech aufgehängt hatte? ;-) Ich habe Mühe zu glauben, dass das die Tiere mit den Rinderohren sind, die ich so gern fresse. Mein Zweibeiner hat mich hochgehoben um das besser anschauen zu können, aber die riesige nasse Rindernase auf meiner kleinen Nase hat mir die ganze Sicht verdeckt. Danach habe ich dann eher auf respektvollen Abstand geachtet und bin ganz brav bei Fuss gelaufen. Also Sennenhund streiche ich von meiner Berufswahlliste. Angekommen war ich recht müde und bekam das Futter sogar an die schöne neue Kuscheldecke serviert.
Bald habe ich dann aber die Umgebung ausgekundschaftet. Das ist gar nicht so einfach wie Ihr denkt, ich musst immer wieder hochspringen, um etwas Überblick zu kriegen, was mit "Hase" kommentiert wurde. Und zwischendurch bin ich in Entwässerungsgräben gefallen, dazu gabs zum Glück keinen Kommentar. Zweibeiners sagten ich soll ein bisschen warten, das Gras müsse eben dringend gemäht werden. Das haben wir dann gemacht: Das heisst das Mähen habe ich ihnen überlassen, die brauchen dazu so lärmige Maschinen. Aber beim Rechen habe ich dann fleissig geholfen.
Mit kurzem Gras ist es viel einfacher herumzurennen und den Überblick zu behalten. Ich habe sogar einen Aussichtsstein gefunden, der vorher im Gras versteckt war, und Jagdhundstellung geübt. Die Entwässerungsgräben habe ich mit freier Sicht auch sofort gefunden, die finde ich wirklich toll. Dort gibt es so gut riechende schwarze weiche Moorerde Zweibeiners meinten, Fangobehandlung sei ja gut aber vielleicht müssten sie mir ein Fähnchen an den Schwanz binden um mich orten zu können. Ich trau denen ja sowas zu, aber zum Glück war das nicht ernst gemeint,
Nach dem Heuen haben Zweibeiners dann noch ausgeholzt. Herrchen legte dann auch ein Gstältli und ein Seil an und verschwand im Abgrund. Ich dachte schon ich sei allein mit meiner Kletterausrüstung.
Natürlich habe ich auch beim Holzen geholfen, ich habe ja bald begriffen, dass es Holz braucht um zu heizen und zu kochen. Ich habe Äste geschleppt und dabei gemerkt dass das frische Tannenholz so richtig lecker nach Harz schmeckt. Ich finde inzwischen sowieso dass Tannen super sind. Da gibt es überall jede Menge Zapfen zum Kauen und so richtig lohnend grosse Rindenstücke neben dem Scheitstock, nicht nur so mickrige Schnipsel wie zuhause. Auch zum Kraxeln sind Bergwälder viel besser, der Nadelteppich ist schön weich aber gar nicht rutschig wie im Laubwald. Zudem riecht es überall so spannend und man kann super gut rumwühlen. Ich bin also ein rundum zufriedener Bergterrier geworden, aber leider mussten wir wieder zurück ins Unterland.
 
Militärbürsten und Stockmonster
Ich bin befördert worden und gehe nun in eine Hundespiel-und Lernstunde für Erwachsene. Ich bin zwar die Jüngste dort aber alle haben mich herzlich willkommen geheissen und ich habe sofort allen gezeigt was in mir steckt und bin schnurstracks durch das Tunnel mit dem langen losen Ende gerannt.
Nach der Spielen durfte ich auch endlich auf diese Wippe und ich habe den Trick mit dem Kippen sofort kapiert. Naja, Ihr wisst ja ich bin für Kraxeln und Geländesport und finde andere Disziplinen etwas schwieriger.
Ich habe mich aber sehr zusammengenommen und mit der Nein-Übung mit Futter am Boden alle beeindruckt. Aber an meinen neuen Spielkameraden vorbei spazieren und so zu tun, als würde ich die nicht mal sehen, finde ich viel verlangt und auch fast schon unhöflich. Megablöd finde ich auch das Warten in der Ecke bis ich endlich drankomme. Ich habe meine Meinung natürlich mit Gefiepe laut mitgeteilt. Merkwürdigerweise haben alle andern Hunde nicht protestiert und wurden dafür dann gelobt!
Eine Zumutung fand ich auch, dass zwischendurch alle Zweibeiner Znüni gegessen haben und ich dabei angebunden zusehen sollte! Auch hier hat mein Protest nichts genützt und mein Versuch die blöde Leine durchzuknappern hatte auch kein Erfolg. Immerhin haben wir Vierbeiner dann aber doch noch jeder ein Stückchen vom Znünizopf gekriegt und ich habe auch alles was die anderen gebröselt haben sauber aufgeputzt.
Ich bin trotzdem sehr zufrieden und versuche vielleicht das nächste Mal, auch etwas ruhiger zu warten – wie die Grossen.
Da ich so brav war, habe ich auch zwei Geschenke gekriegt. Das Intelligenzspiel für fortgeschrittene Hunde haben ich so schnell gelöst, dass alle Fotos unscharf geworden sind. Es ist ja wirklich kein Problem, die fein riechenden Trockenfutter-Häppchen zu erschnüffeln und die Schiebdeckel mit der Schnauze wegzuschieben. Ich bin auch mit dem Katzenmonster sofort fertig geworden und habe es vom Garten ins Haus getragen und unter die Kommode gezerrt.
Apropos Monster, ihr wisst ja schon ich habe so meine Probleme mit Bürsten und Besen und davon haben meine Zweibeiners eine ganze Menge. Nun sind sie auch noch auf die Idee gekommen MICH zu bürsten. Ich habe dann sofort dieses Bürstenmonster gepackt und untersucht. Ihr glaub es ja nicht, die wollten mich mit einer Militär-Kleiderbürste bürsten! Kein Kommentar!
Ich liebe Bergwälder, aber hier im Wald gibt es auch einiges zu entdecken. Am liebsten mache ich Geländesport in kleinen Bachtobeln. Mein Zweibeiner hat Euch aufgezeichnet, wie das auf der Karte dann danach aussieht. Natürlich ist das sein GPS-Track, ich habe da noch ganz viele extra Zicks und Zacks mehr gemacht, inzwischen bin ich ja flinker als meine Zweibeiner. Ich bin froh, dass Sie mir das Kraxeln beigebracht haben und wir zusammen so viel in den Bächen gespielt haben. Ich finde die wirklich viel spannender als die Wege. Ich kann da durch und über den Bach hopsen und wenn nötig wate ich sogar durch. Schlamm oder Wasser bis zum Bauch beeindruckt mich schon längst nicht mehr. Und dann gibst auch noch Röhren unter den Wegen durch und interessante Moospolster und und...
Liebe Geschwister, ich empfehle Euch wirklich sich da tiefer als bis zur Wolfskralle rein zu wagen.
Auf den Wegen gibt es nämlich Bedrohlicheres als Wasser am Bauch. Es sind zum Beispiel immer wieder mal Stockmonster unterwegs. Die tönen fast noch lauter als die Riesentiere mit den komischen Pfoten. Es sind abartige Zweibeiner die mit zwei Metall-Beinprothesen zu Vierbeinern werden wollen. Meine Zweibeiner erklären mir, dass nenne sich Nordic-Walking und müsse halt einen solchen Lärm machen. Ich bleibe bei denen noch misstrauischer als bei den Rössern. Diese lärmen zwar, aber produzieren dafür die attraktiven Rossbollen (Pferdeäpfel). Aber meine Zweibeiner sagen leider immer NEIN wenn ich an denen rumknabbere. Wegen eventueller Medikamentenüberdosis darin, meinen sie. Die versauen aber auch wirklich alles, die Dinger schmecken doch so gut.
Auf den Wegen üben wir auch immer statt SUCH und RAUF und HOP, wie im Gelände, Langweiligeres wie STOP, ALLEZ, FUSS. Ich kann das aber auch schon einigermassen, aber es ist halt doch nicht meine eigentliche Disziplin. Erst richtig Spass hat mir die Sache gemacht, als Herrchen mit mir gerannt ist und ich dann immer ohne die Leine zu spannen neben ihm angehalten habe – Mann wurde ich gelobt. Aber nach einer Weile wurde mir auch das langweilig. Bei STOP haben uns Zweibeiner überholt, die Herrchen Jogger nannte. Wir haben Sie dann auf ALLEZ (Zweibeiners sagen, etwas besser Französisch lernen tue mir gut) verfolgt und sogar etwas aufgeholt (mit fliegenden Ohren und Zunge aber dann rief Herrchen schon wieder STOP. So was Blödes, wir haben sie so natürlich niemals eingeholt, aber ich wurde auch langsam müde. Mit Vergnügen habe ich dann gesehen, dass Herrchen inzwischen einen roten Kopf bekommen hat. Das kommt halt vom vielen STOP.
Wenn es Euch, liebe Geschwister auch so geht, empfehle ich eben den Geländesport im Bach, das wird nie langweilig.
Und zuletzt noch ein Bildchen zur gesunden Ernährung, sonst denkt Ihr noch ich lebe von Tannzapfen und Rinderohren.
Jetzt reicht es mir mit Berichte schreiben und vor allem mit fotografiert werden.
Her mit dem Fotoapparat, Ihr Paparazzi!
Liebe Hundegrüsse mit einem grossen Schlapp an Euch alle.
Dílis
Und hier nun die vielen schönen Beweisfotos zu Dìlis' aufregendem Bericht.

Liebe Iris, lieber Peter, wir haben uns köstlich amüsiert und bedanken uns sehr dafür, dass Ihr uns so toll auf dem Laufenden haltet!

 

PS:Lieber Higgins ich frage mich warum Du Dich in einen Kartonschachtel setzen lässt ohne auszubrechen? Ich konnte Zweibeiners überzeugen, dass ich nun ein grosser Hund bin und Karton nicht mehr in Pap-Maché verwandle und verschlucke, darum haben sie mir diesmal eine Schachtel gegeben. Nach 15 Min. war ich durch. Gut zu wissen dass für Terrierpfoten und -Gebiss Karton kein Problem ist, von Schachtel müssen wir uns also nirgends zurückhalten lassen. Am Leinenproblem muss ich hingegen noch arbeiten, die Dinger sind zäher. Ups - Pardon, ich habe mir ja vorgenommen wie die grossen Hunde brav und ruhig zu warten, wenn ich angebunden werde.
Übrigens ich habe mich auf die Personenwaage gesetzt und auch mal geguckt wie schwer ich bin: Bloss 6.2 kg. Vielleicht fresse ich doch zuviel Rüebli, aber Du bist ja schon immer der Grösste von uns gewesen.
 

21. August 2013 - Barfuß für alle!

Es gibt Neuigkeiten von Dílis! Viel Sapß beim Lesen und Betrachten der Bilder.

 

 

Hallo liebe Freunde

ich bin inzwischen schon 12 Wochen alt und Zweibeiners meinten, ich sei nun schon ein halber Hund und es wäre an der Zeit Komplizierteres zu lernen.

Mit meinen Kollegen von der Welpenspielstunde darf ich trotzdem noch spielen, aber wir haben schon mal den Junghunden zugeschaut. Die mühten sich mit so einer Wippe ab. Also so viel mehr können die auch nicht. Zweibeiners meinten, ich soll nicht nur auf die sportlichen Fähigkeiten schauen, sondern gut zusehen wie die bei „Komm“ sofort reagieren angerannt kommen.

 

 


 
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Ich denke aber Kraxeln ist eher meine Disziplin und ich bin schon ganz gut beim Erklimmen großer Berge und bei Gratwanderungen über dem nassen Abgrund. Ich habe nur noch etwas Schwierigkeiten mit der Seilhandhabung.
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Kürzlich sind Zweibeiners sogar mit Kletterfinken (zu Deutsch: Kletterschuhe) für mich heimgekommen - hab ich jedenfalls geglaubt. Ich hab dann aber gemerkt, dass es Baby-Socken waren, in denen sie mich auf „Such“ losgeschickt haben. Die nehmen meine Ambitionen einfach nicht ernst!

Angeblich soll ich damit üben fürs Schneeschuhlaufen. Ich habe keine Ahnung wovon die reden, vermutlich wollen die mich nur lächerlich machen in dem Aufzug.

 

 

Wenn schon nicht Kletterfinken, finde ich "barfuß" viel besser, ich habe doch schöne Pfoten, oder?

 

 

 

 

 

 

 

Seit diesem blöden Theater räche ich mich und sammle Zweibeiners Schuhe ein: Barfuß für Alle!


 

 

 

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Zweibeiners arbeiten und ich darf zuschauen ist mal was anderes.

 

Zweibeiners erzählen ja alles Mögliche und ich bin nie sicher ob sie nur phantasieren. Ziehen mir Baby-Socken an und reden von Schneeschuhen. Überhaupt was soll das ganze Zeugs mit Schnee? Nun sagen sie auch noch, dass Lawinensuchhunde im Rucksack getragen werden und ich das auch noch üben soll???

 

Aber ich weiß nun, dass Kanufahren ernst gemeint war. Und sie haben mir ein echtes Kanu gezeigt. Ich habe also eine Probefahrt gemacht und genau aufgepasst wie das geht. Zweibeiners haben mir dann aber gesagt ich müsse nicht selber paddeln, sondern dürfe ganz entspannt die Aussicht geniessen.

 

 

 

 

 

 

Sonst muss ich nämlich immer alles machen. Zum Beispiel soll ich nun immer alles zurücktragen, was sie wegschmeissen. Zum Glück haben mir meine Labradorbekanntschaften gezeigt wie das geht, scheinbar macht das Zweibeiners viel Spass. Ich finde es allerdings gar nicht so schlimm und ich werde immer sehr gelobt für meine Arbeit.

 

 


 

 

 

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Hier links gibt es alle neuen Bilder von der abenteuerlustigen Dílis. Viel Spaß beim Anschauen.

 

In den nächsten Tagen soll ich auf die Alp. Ich werde Euch dann berichten, was das nun wieder ist.

Und Tschüss

sagt Dílis

13. August 2013 - Vom Kampf mit dem Besen und andere Geschichten

Wir haben wieder Post von Dílis. Die kleine Maus erlebt in ihrer neuen Heimt tolle Geschichten, die wir den KENAVO Lesern nicht vorenthalten möchten...

Hallo liebe Freunde,

Ihr erinnert Euch ja dass ich, die kleine KENAVO Dílis, in die Schweiz an den Zürichsee ausgewandert bin. Nun bin ich schon fast 3 Wochen hier und verstehe schon perfekt Schweizerdeutsch. Auch sonst hat die Einwanderung prima geklappt, ich bin bald nach der Ankunft vom Tierarzt registriert worden und ich bin auch bei der Einwohnerkontrolle gemeldet und meine Zweibeiner werden wenn ich 3 Monate alt bin meine Steuern zahlen. Die so haben sie mir erklärt ist für die Robidogs, wo sie die Kotbeutelchen für mich holen und voll wieder einwerfen.

 

Sie sagen ich brauch recht viele davon, da ich mir bereits 1kg Gewicht angefressen habe. Übrigens reden nur die Zweibeiner hier anders, für meinen Kollegen in der Welpenspielgruppe musste ich mich nicht umgewöhnen.

 
 
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Ich reiste nicht etwa per Post in die Schweiz, aber kurz nach der Ankunft bekam ich schon ein Futterpaket mit vielen Büchsen. Wenn es schon mein Fresspäckli ist, müsste doch auch der Karton fressbar sein, dachte ich. Schmeckte auch gar nicht so schlecht, aber das neue Spielzeug wurde mir leider wieder weggenommen!
 

 

 

 

Also den Zürichsee hab ich dann zuerst mal vom trockenen Aussichtssteg aus besichtigt. Später nach meinen Schnupfen habe ich mich dann in die Fluten gestürzt. Meine Zweibeiner waren ganz erstaunt, dass ich einfach so eine Runde geschwommen bin. Ich hab es sonst ja lieber trocken, aber als Einwohner einer Seegemeinde will man sich ja nicht blamieren.

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem neuen Gstältli (Geschirr) geht das Graben am See viel besser, die blöde Schnur kommt nicht immer in die Quere. Strandgut darf man doch behalten oder? Also lohnt sich die Suche. Das ist viel spannender als schwimmen.

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Das ist mein neues Reich, meine Küche. Meine Zweibeiner sagen Hundelaufgitter dazu, was soll das wohl heissen? Also mein Reich, das muss ich natürlich bewachen. Präsenz markieren reicht aber meistens.

 

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Die Aufgabe ist trotzdem nicht zu unterschätzen, draussen hat es so einen angriffigen Besen, den ich zuerst mal ruhig stellen musste. Jetzt steht er respektvoll Spalier, aber vorher hat er sich doch tatsächlich mit Krach auf mich gestürzt, nur weil ich ihn höflich angestupst habe.

Nach der geschlagen Schlacht habe ich mir dann den Knochen redlich verdient. Nur leider war ich beim Verstecken etwas zu langsam und wurde von der Kamera noch knapp erwischt – Anfängerpech.

 

 

 

 

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Ich musste Anfangs August ein Paar Tage zuhause bleiben, weil ich verschnupft war. Das Küchenmobiliar ist aber auch spannend, nach dem 3. Versuch habe ich herausgefunden, dass die mich sehr loben, wenn ich auf den Hocker hopse und dort Sitz mache. Sitz ist ja ein Kinderspiel, aber auf den Hocker zu kommen gar nicht so einfach, der rutscht immer weg – mit Anlauf klappts aber.

 

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Im Haus hat es auch andere Besen, der hier ist weit weniger rabiat als der grosse Kollege, nur liess er sich bis jetzt nicht von seinem Posten zerren.

 

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Ich lebe aber nicht nur in der Küche, ich habe auch einen Garten. Es heisst, ich grase dort wie ein Schaf, was erwarten die denn, wenn sie einen Weidezaun für mich aufstellen?

 

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Das hier ist nicht etwa wiederkäuen, sondern ein Erholungsschlaf nach dem Jäten. Bitte keine Missverständnisse. Ich nehme den Jätjob nämlich sehr ernst, sonst scheint sich hier ja keiner um die gründliche Wurzeltiefenkrautbekämpfung zu kümmern.

 

 

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Bei trockenen Wetter ist der Garten sehr OK und überhaupt fresse ich nur sehr selektiv: am liebsten habe ich Erdbeeren vom Strauch und Holzkohle. Letzeres finden die Zweibeiner nicht so gut, sie sagen zu viel davon gibt Verstopfung. Zugegebenermaßen habe ich das inzwischen auch gemerkt, manchmal haben die sogar recht und sie geben sich wirklich Mühe und fahren mich sogar im Garten rum, wenn ich schön Sitz in der Garette (Schubkarre ;-) mache.

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie haben mir auch extra eine Rampe hingestellt.

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Und sogar einen Liegestuhl! Sie haben sich zwar gewundert wie ich da rauf gekommen bin, aber nach all dem Training mit dem Hocker und der Kraxelei im Wald, die die mit mir schon gemacht haben, ist das kein Problem für mich. Ich glaub die halten mich jetzt womöglich für eine Ziege.

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Inzwischen habe ich überhaupt schon viel gelernt ich kann Sitz, Platz, Pfötchen geben und Bleib, das macht Spass. Blöder finde ich das ewige Nein und Komm, wenn ich gerade mit etwas Spannendem beschäftigt bin und auch Gib, wenn ich was kauen will.....

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Und tragen lass ich mich auch, Zweibeiners sagen das sei wichtig für mich wenn ich gross bin. Ich frag mich dann wer wohl meint ich sei ein Schaf.

 

 

 

 

 

(Anmerkung der Züchterin: Dilles Herrchen möchte die kleine Daffodil auch immer gerne so tragen, aber Frauchen hat immer Angst, dass sie abstürzt ;-) Vielleicht hat Herrchen aber doch recht, das zu üben? Und wenn die kleine Dílis es auch schon so prima mit sich machen lässt? Wir denken drüber nach...)

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Hier gibt es nicht nur einen See, sondern auch einen Wald, dort üben wir Geländelauf. Da gibt es ganz schön steile Hänge, wo mein 4-Bein-Antrieb echt gefordert wird und runter rutsch ich dann halt, im Buchenlaub lässt sich sehr schlecht bremsen, aber runter purzeln wäre noch unprofessioneller, das mach ich nicht. Es gibt auch Schlamm und kleine Bäche, die sind spannend. Und natürlich üben wir nach dem Geländelauf immer wieder Sitz und Bleib etc.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gestern traf ich im Bach ein Riesentier. Mein Zweibeiner hat mich hochgehoben und es wurde mir als Ross (für Euch Pferd) vorgestellt. Es war ganz nett, hat aber einfach in den Bach geschissen und niemand hat den Haufen in Robidogsäckli gefüllt. Ich habe dann rausgefunden warum: Das schmeckt wunderbar!

 

 

 

 

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Aber ehrlich gesagt mag ich Fenchel immer noch am besten, den such ich immer zuerst aus dem Futter raus, auch wenn ich nach dem Waldausflug gestern echt sehr hungrig war.

 

 

 

 

 

 

 

Ich hab mich nämlich nach dem Geländesport und der Begegnung am Bach auch noch von einer sehr netten Labradordame ins Apportieren einführen lassen. Ich war also wirklich müde und bin schon auf meinem Kuschelkissen eingeschlafen.

 

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PS: Ich bin nicht etwa zu einem Landei geworden, falls Ihr das nun denkt. Nur macht mir Bahn- und Liftfahren weniger Spass. Üben muss man das als Schweizer Mädel aber doch... :-)

Bis bald

Eure Dílis

 

 

 

 

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24. Juli 2013 - Unsere kleine Dílis ist nun Schweizerin!

 
Nun ist es soweit: unsere kleinen Maikäfer ziehen in ihre neuen Familien. Die kleine Dílis hat uns als Erste verlassen - und sie hatte die weiteste Reise. Bis Colmar hat sie friedlich in der Autobox geschlafen, dann gab es die erste Pipipause, Wasser und Futter... weiter ging es, wieder ganz zufrieden bis zum Zürichsee - auf dem Rücken, die Beine in die Luft gestreckt hat sie den Rest der Reise verschlafen.
Wir freuen uns, dass alles gut geklappt hat und die kleine Maus schon im neuen Heim "angekommen" ist und sich wohlfühlt.
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Und wir haben von Dílis Familie schon einen tollen Bericht bekommen:

Mit Dílis geht es gut. Sie fühlt sich sichtlich wohl, ist auf uns beide fixiert, wenn der eine in den Garten geht, steht sie am Glasfenster der Türe und muss vom anderen getröstet werden, bei der Rückkehr herrscht dann wieder Freude.

Bei etwas sind wir grundsätzlich anderer Meinung: Wir denken sie ist eine Hündin, sie benimmt sich aber ein bisschen wie ein Schaf ;-) Alle Kräuter, Gräser, Blätter, Föhrenzapfen usw. werden zerkaut. Der Renner sind abgefallene unreife Mangos und ihre auch abgefallenen vertrockneten Blütenstände, Föhrenzapfen, Erdbeerblätter, Habichtskraut, Schafgarben und Geissenblümchen. Da wird schon mal ein Sprung auf eine Mauer riskiert. Bei allen anderen Sachen akzeptiert sie ein Nein, aber da insistiert sie hartnäckig. Wir haben einen Riesenspaß, sind aber jetzt langsam müde, anders als Dílis, die den ganzen Tag seelig verschlafen hat ;-)

Liebe Grüsse

Peter

 

 

 

 

 
 
Wir sind glücklich, dass Dílis es so gut angetroffen und sich soooo schnell in Ihr neues Zuhause eingefügt hat.
Und wir bedanken uns für die schönen Bilder und natürlich für den Bericht.
 
 
 
Dass unsere kleinen KENAVOs sich so mühelos in ihr neue Umfeld einfügen, macht uns froh. Genau dies ist unser Ziel bei der Aufzucht und es macht Freude, immer wieder zu erleben, dass es klappt.
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