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13. August 2013 - Vom Kampf mit dem Besen und andere Geschichten

Wir haben wieder Post von Dílis. Die kleine Maus erlebt in ihrer neuen Heimt tolle Geschichten, die wir den KENAVO Lesern nicht vorenthalten möchten...

Hallo liebe Freunde,

Ihr erinnert Euch ja dass ich, die kleine KENAVO Dílis, in die Schweiz an den Zürichsee ausgewandert bin. Nun bin ich schon fast 3 Wochen hier und verstehe schon perfekt Schweizerdeutsch. Auch sonst hat die Einwanderung prima geklappt, ich bin bald nach der Ankunft vom Tierarzt registriert worden und ich bin auch bei der Einwohnerkontrolle gemeldet und meine Zweibeiner werden wenn ich 3 Monate alt bin meine Steuern zahlen. Die so haben sie mir erklärt ist für die Robidogs, wo sie die Kotbeutelchen für mich holen und voll wieder einwerfen.

 

Sie sagen ich brauch recht viele davon, da ich mir bereits 1kg Gewicht angefressen habe. Übrigens reden nur die Zweibeiner hier anders, für meinen Kollegen in der Welpenspielgruppe musste ich mich nicht umgewöhnen.

 
 
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Ich reiste nicht etwa per Post in die Schweiz, aber kurz nach der Ankunft bekam ich schon ein Futterpaket mit vielen Büchsen. Wenn es schon mein Fresspäckli ist, müsste doch auch der Karton fressbar sein, dachte ich. Schmeckte auch gar nicht so schlecht, aber das neue Spielzeug wurde mir leider wieder weggenommen!
 

 

 

 

Also den Zürichsee hab ich dann zuerst mal vom trockenen Aussichtssteg aus besichtigt. Später nach meinen Schnupfen habe ich mich dann in die Fluten gestürzt. Meine Zweibeiner waren ganz erstaunt, dass ich einfach so eine Runde geschwommen bin. Ich hab es sonst ja lieber trocken, aber als Einwohner einer Seegemeinde will man sich ja nicht blamieren.

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem neuen Gstältli (Geschirr) geht das Graben am See viel besser, die blöde Schnur kommt nicht immer in die Quere. Strandgut darf man doch behalten oder? Also lohnt sich die Suche. Das ist viel spannender als schwimmen.

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Das ist mein neues Reich, meine Küche. Meine Zweibeiner sagen Hundelaufgitter dazu, was soll das wohl heissen? Also mein Reich, das muss ich natürlich bewachen. Präsenz markieren reicht aber meistens.

 

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Die Aufgabe ist trotzdem nicht zu unterschätzen, draussen hat es so einen angriffigen Besen, den ich zuerst mal ruhig stellen musste. Jetzt steht er respektvoll Spalier, aber vorher hat er sich doch tatsächlich mit Krach auf mich gestürzt, nur weil ich ihn höflich angestupst habe.

Nach der geschlagen Schlacht habe ich mir dann den Knochen redlich verdient. Nur leider war ich beim Verstecken etwas zu langsam und wurde von der Kamera noch knapp erwischt – Anfängerpech.

 

 

 

 

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Ich musste Anfangs August ein Paar Tage zuhause bleiben, weil ich verschnupft war. Das Küchenmobiliar ist aber auch spannend, nach dem 3. Versuch habe ich herausgefunden, dass die mich sehr loben, wenn ich auf den Hocker hopse und dort Sitz mache. Sitz ist ja ein Kinderspiel, aber auf den Hocker zu kommen gar nicht so einfach, der rutscht immer weg – mit Anlauf klappts aber.

 

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Im Haus hat es auch andere Besen, der hier ist weit weniger rabiat als der grosse Kollege, nur liess er sich bis jetzt nicht von seinem Posten zerren.

 

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Ich lebe aber nicht nur in der Küche, ich habe auch einen Garten. Es heisst, ich grase dort wie ein Schaf, was erwarten die denn, wenn sie einen Weidezaun für mich aufstellen?

 

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Das hier ist nicht etwa wiederkäuen, sondern ein Erholungsschlaf nach dem Jäten. Bitte keine Missverständnisse. Ich nehme den Jätjob nämlich sehr ernst, sonst scheint sich hier ja keiner um die gründliche Wurzeltiefenkrautbekämpfung zu kümmern.

 

 

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Bei trockenen Wetter ist der Garten sehr OK und überhaupt fresse ich nur sehr selektiv: am liebsten habe ich Erdbeeren vom Strauch und Holzkohle. Letzeres finden die Zweibeiner nicht so gut, sie sagen zu viel davon gibt Verstopfung. Zugegebenermaßen habe ich das inzwischen auch gemerkt, manchmal haben die sogar recht und sie geben sich wirklich Mühe und fahren mich sogar im Garten rum, wenn ich schön Sitz in der Garette (Schubkarre ;-) mache.

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie haben mir auch extra eine Rampe hingestellt.

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Und sogar einen Liegestuhl! Sie haben sich zwar gewundert wie ich da rauf gekommen bin, aber nach all dem Training mit dem Hocker und der Kraxelei im Wald, die die mit mir schon gemacht haben, ist das kein Problem für mich. Ich glaub die halten mich jetzt womöglich für eine Ziege.

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Inzwischen habe ich überhaupt schon viel gelernt ich kann Sitz, Platz, Pfötchen geben und Bleib, das macht Spass. Blöder finde ich das ewige Nein und Komm, wenn ich gerade mit etwas Spannendem beschäftigt bin und auch Gib, wenn ich was kauen will.....

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Und tragen lass ich mich auch, Zweibeiners sagen das sei wichtig für mich wenn ich gross bin. Ich frag mich dann wer wohl meint ich sei ein Schaf.

 

 

 

 

 

(Anmerkung der Züchterin: Dilles Herrchen möchte die kleine Daffodil auch immer gerne so tragen, aber Frauchen hat immer Angst, dass sie abstürzt ;-) Vielleicht hat Herrchen aber doch recht, das zu üben? Und wenn die kleine Dílis es auch schon so prima mit sich machen lässt? Wir denken drüber nach...)

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Hier gibt es nicht nur einen See, sondern auch einen Wald, dort üben wir Geländelauf. Da gibt es ganz schön steile Hänge, wo mein 4-Bein-Antrieb echt gefordert wird und runter rutsch ich dann halt, im Buchenlaub lässt sich sehr schlecht bremsen, aber runter purzeln wäre noch unprofessioneller, das mach ich nicht. Es gibt auch Schlamm und kleine Bäche, die sind spannend. Und natürlich üben wir nach dem Geländelauf immer wieder Sitz und Bleib etc.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gestern traf ich im Bach ein Riesentier. Mein Zweibeiner hat mich hochgehoben und es wurde mir als Ross (für Euch Pferd) vorgestellt. Es war ganz nett, hat aber einfach in den Bach geschissen und niemand hat den Haufen in Robidogsäckli gefüllt. Ich habe dann rausgefunden warum: Das schmeckt wunderbar!

 

 

 

 

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Aber ehrlich gesagt mag ich Fenchel immer noch am besten, den such ich immer zuerst aus dem Futter raus, auch wenn ich nach dem Waldausflug gestern echt sehr hungrig war.

 

 

 

 

 

 

 

Ich hab mich nämlich nach dem Geländesport und der Begegnung am Bach auch noch von einer sehr netten Labradordame ins Apportieren einführen lassen. Ich war also wirklich müde und bin schon auf meinem Kuschelkissen eingeschlafen.

 

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PS: Ich bin nicht etwa zu einem Landei geworden, falls Ihr das nun denkt. Nur macht mir Bahn- und Liftfahren weniger Spass. Üben muss man das als Schweizer Mädel aber doch... :-)

Bis bald

Eure Dílis

 

 

 

 

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