3. Juni 2020

Vom Goldhamster zum Irish Terrier

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Als Kind hatte ich Kaninchen, Goldhamster, Meerschweinchen       

Und meine Großmutter hatte Pudel, große und kleine. Das war aber alles nicht das, was ich wollte.

Ich wollte einen eigenen Hund, so ganz für mich. Bis dieser Traum wahr wurde, war ich dann schon 18. Obelix war ein kleiner schwarzer Papillon-Mischling, im Zug aus Paris nach Deutschland "geschmuggelt" - ein Geschenk französischer Freunde.

Meine Mutter war nicht begeistert. "Dein Vater wird dich den Hund zurückschicken lassen." Am nächsten morgen aber lag Obelix bei meinem Vater im Bett. Obelix kaute alles kaputt, was er finden konnte, lief ständig weg, besonders wenn läufige Hündinnen in der Nähe waren - und ist dabei leider auch tödlich verunglückt. Wir haben ihn alle sehr geliebt und lange getrauert. Der Wunsch nach einem Hund ist geblieben. Inzwischen sind viele Jahre vergangen, in denen andere Dinge Vorrang hatten: Familie, die Kinder, die Arbeit, das Leben mitten in der Stadt. Bis uns Axel begegnete, ein Irish Terrier Rüde aus der Zucht von Capella, wunderschön, richtig rot und ein echter Charmeur. Axel lebte in Würzburg, begleitete sein Herrchen auf die Jagd, jagte gerne auch mal, wenn er es nicht sollte und war der kinder- und familienfreundlichste Terrier, der mir bis dahin je begegnet ist. Inzwischen kenne ich viele!

So ein roter Hund sollte es sein, nicht zu groß, nicht zu klein, selbstbewusst und anschmiegsam, lustig und mutig, schnell wie der Teufel, sehr entspannt und unendlich flexibel. Wir haben eine Weile gesucht, mehrere Züchter mit vielen Fragen und Besuchen genervt und dann ist irgendwann Frida bei uns eingezogen. Frida hat eigentlich den schönen irischen Namen Orlagh, aber der Familienrat wollte einen frecheren Namen, und so wird sie Frida gerufen. Frida ist eine echte Prinzessin, manchmal aber auch ein Dickkopf.

Schon bald zeigte sich Frida auf Ausstellungen als würdige Vertreterin ihrer Rasse und in uns entstand der Wunsch, mit Frida zu züchten. Wir mussten und müssen noch viel lernen – zum Beispiel, dass Züchten nicht nur Wissen sondern auch sehr viel Geduld erfordert, weil der Weg dorthin lang ist. Aber wir sind schon mal losgegangen - und auf diesem Weg haben wir bereits unzählige hilfsbereite und erfahrene Menschen kennengelernt, von denen wir lernen, die wir fragen und denen wir über die Schulter schauen dürfen – dabei sind nicht zuletzt auch wunderbare Freundschaften entstanden.

Und ja, inzwischen hat Frida 4 tolle Würfe großgezogen, viele andere Würfe bei uns begleitet - und ist immer noch unserer Seelenhund. Noch ist sie bei uns und hoffentlich bleibt sie auch noch eine Weile. Und noch gehen wir weiter auf diesem Weg. Danke an alle, die uns von Anfang an auf unserem Weg zur Zucht begleiten

  • Laura und Paul - und inzwischen auch Irma, Rudi und Fred
  • Christina und Michael mit Quincey
  • Viele lieb gewonnene Züchterfreunde
  • Und nicht zuletzt: die KENAVO Familie 
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