23. Juni 2020

Hunde züchten in Corona-Zeiten

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Gedanken zu einem schwierigen Thema

Was leisten Hunde denn in Krisenzeiten? Natürlich zunächst emotionale Unterstützung als Familienmitglied und Weggefährte – ein Faktor, dem viele von uns in diesen Zeiten eine größere Bedeutung beimessen als je zuvor. Daher auch der Wunsch von immer mehr Menschen, gerade jetzt einen Hund oder Welpen in die Familie zu holen.

Für uns als Züchter stellte sich natürlich zunächst die Frage: Ist Hundezucht jetzt überhaupt möglich – und sinnvoll?

Züchten trotz schwieriger Zeiten: Wir hatten großes Glück

Unser L-Wurf wurde am 7. März 2020 geboren. Die letzten Tage vor der Geburt fühlten sich bereits beängstigend an. Haben wir genug Desinfektionsmittel? Papierrollen? Werden wir, wenn es nötig ist, zum Tierarzt fahren können? Werden wir das Haus überhaupt noch verlassen dürfen? Und dürfen die Welpenkäufer überhaupt kommen? Oder darf man die Welpen möglicherweise gar nicht abgeben?

Anfang Januar wurde unsere Hündin gedeckt. In unseren Köpfen gab es das Virus damals noch gar nicht. Und China ist ja so weit weg. Wie sich herausstellte, kam die Pandemie schneller und heftiger auf uns zu, als alle gedacht hatten.

Und dennoch hatten wir viel Glück. Die kleinen KENAVO Liberties wurden problemlos geboren. Alles lief rund und Mama Flanna kümmerte sich wie gewohnt vorbildlich um die Kleinen. Natürlich hatten wir genug Desinfektionsmittel für Hände und Flächen, auch genügend Papierrollen und Handtücher. Und statt einer Ausgangssperre kam eine Kontaktsperre. Es begann eine ruhige Zeit der Aufzucht. Viele Videos, Fotos und Berichte aber auch Videotelefonie versorgten die Welpenkäufer mit Infos über die Welpen – und alle zeigten sich vorbildlich geduldig. Die ersten Besuche wurden auf die Zeit verlegt, in der man sich im Garten treffen konnte, und immer nur eine, maximal 2 Personen. Alle desinfizierten sich die Hände, trugen Masken und hielten reichlich Abstand von uns Menschen. Die Welpen und unsere erwachsenen Hunde durften zum Glück berührt, gekuschelt und bespaßt werden. Fragen konnten wir auch mit Abstand beantworten, so gesehen gestaltete sich alles wie bei vorherigen Würfen auch.

Die Beschränkungen wurden lockerer, es durften nun auch mehr Leute zu Besuch kommen, immer noch mit Abstand und Maske, aber immerhin die ganze Familie. Ausflüge und Autofahrten mit den Welpen konnten stattfinden, zu Freunden zum Beispiel, die wie wir gut auf Abstand achteten. Und auch das Abholen jedes Welpen und der Umzug in die neuen Familien klappte wie immer reibungslos.

Alles in allem ein sehr entspannter Wurf, dem man in nichts anmerkte, dass für uns dieses Mal alles anders war. Schön zu hören für uns ist es, dass alle KENVAO Liberties unkompliziert im neuen Zuhause angekommen sind, sich zu tollen Familien-Irish entwickeln und ihre Besitzer allesamt sehr glücklich machen.

Erleichterte Zuchtzulassung: Muss das sein?

Und nicht zuletzt waren die Welpen ein großer Trost für uns in diesen schwierigen Zeiten. Aber: den Gedanken an einen zweiten Wurf noch in diesem Sommer haben wir erst mal verworfen – obwohl wir mit Erstaunen feststellen mussten, dass die Nachfrage nach Welpen um ein Vielfaches anstieg und sowohl der Verband für das Deutsche Hundewesen als auch seine angeschlossenen Vereine – darunter auch der Klub für Terrier – schon nach kurzer Zeit Zuchtzulassungsregelungen und die Zucht allgemein für den Zeitraum der Krise vereinfachten. Mein erster Gedanke war: Muss das sein?

Eine befreundete Tierärztin erzählte uns, dass die Anzahl der Tierkäufe beim Züchter oder auch in Tierheimen – sprunghaft angestiegen sei. Tierärzte, die natürlich jetzt auch nur noch unter strengen Auflagen praktizieren konnten und können wurden dem Andrang schier nicht mehr Herr. Und natürlich drängte sich auch der Gedanke auf, was denn passiert, wenn nach Corona plötzlich keiner mehr im Home Office arbeitet, die Kinder wieder in der Schule sind und die Zeit wieder knapp wird.

Und wie geht es weiter?

Natürlich denken auch wir darüber nach, wann es wohl sinnvoll und schön ist, einen nächsten Wurf zu machen. Bevor wir in die konkrete Planung gehen warten wir ab, wie sich die Situation weiter entwickelt. In diesem Jahr bleibt es also ruhig bei KENAVO. 

Und was ist eure Meinung dazu? Gerne könnt Ihr Kommentare hinterlassen oder auch Fragen zum Thema stellen. Wir freuen uns auf euer Feedback.


  • Kondolenz | kondolieren | Mitgefühl & Empathie zeigen | wahrhaftig | ohne Schmalz… eine Gratwanderung…

    Der letzte Gang, es schnürt sich der Magen zu, das Herz krampft, der Körper ein einziger Schmerz, die Sinne vernebelt und trotzdem muss man funktionieren. Der letzte Gang ist der Schwerste und trotzdem laufen wir hier nicht davor weg. Wir begleiten unsere felligen Kinder bis zuletzt. Halten sie in den Armen, damit sie geborgen über die Regenbrücke gehen können.

    Vor ein paar Tagen hat diese Bürde, die wir hier alle tragen, nicht nur Daniela, sondern auch Stefanie bewältigen müssen.

    Ihre Frida ist von ihr gegangen mit gut 13 Jahren. Mit dieser Hündin hat alles begonnen. Sie war Balsam für die Seele, instinktsicher und hat vier eigene Würfe liebevoll, souverän und klar aufgezogen und die anderen Mädels bei KENAVO auch dabei super unterstützt.

    Liest man sich die Geschichte von Frau Fred auf der KENAVO Seite durch, ist es, als wenn man diese Hündin kennenlernen darf. So lebendig wird „Fritz“ beschrieben. Eine Hündin mit Charisma und besonders gutem Herzen, klar im Verstand und immer an eurer Seite.

    Was für ein 🖤🌈 Verlust 🌈🖤.

    🍀💚KENAVO💚🍀 bedeutet Wiedersehen. Vielleicht dürfen wir ja daran glauben, dass man sich am Ende einmal wieder sieht.

    Wir alle hier, und zu allererst die Admins, wünschen euch die Kraft, die ihr braucht. Sie war es wert, dass ihr so traurig seid und bald könnt ihr auch wieder lächeln, wenn ihr von ihren lustigen Abenteuern erzählt, ihren kleinen Macken und Anekdoten. Mit ihrer Liebe und Wärme zu euch. Ihr werdet sie manchmal vorbeihuschen sehen und es kullert vielleicht eine Träne…. es heilt die Wunden… lasst euch Zeit.

    🖤 Ruhe in Frieden liebe Frida 🖤

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